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Fünf Mythen über Kryptowährung widerlegt – Teil 1

Mythen über Kryptowährung widerlegt

Regierungen und Finanzinstitute denken darüber nach, wie sie Kryptowährung regulieren und in das globale Finanzsystem besser integrieren können.

Daher ist es besonders wichtig, einige Dinge über Kryptowährung klarzustellen.

Obwohl es Risiken und berechtigte Bedenken gibt, hat die Blockchain-Technologie ein enormes Potenzial zur Demokratisierung des Finanzwesens, Erhöhung der wirtschaftlichen Transparenz und Senkung der Geschäftskosten.

In diesem Artikel werden wir einige Missverständnisse aus dem Weg räumen und uns mit 5 Mythen im Zusammenhang mit der Sicherheit, Legitimität, Lebensfähigkeit und Skalierbarkeit von Kryptowährungen befassen.

Mythos 01:
Kryptowährung wird nur von Kriminellen genutzt

In den Anfängen der Kryptowährung war der Großteil des gesamten
Transaktionsvolumens mit Kriminalität verbunden.

Ein symbolträchtiges Beispiel dafür war „Silk Road“, der erste moderne Darknet-Markt, der zu seinen “besten” Zeiten 20% der täglichen Bitcoin Aktivität verzeichnete, bevor die Seite im Jahr 2013 geschlossen wurde.

In den vergangenen 10 Jahren hat der Druck der Strafverfolgungsbehörden und die Kryptoregulierung erheblich zugenommen.

Das hat dazu beigetragen, die kryptobezogene Kriminialität zu reduzieren, während Blockchain-Analysetools es ebenfalls leichter gemacht haben, unerlaubte Aktivitäten zu verfolgen, zu untersuchen und zu verhindern.

Der Fortschritt in der Welt der Kryptowährung ist beeindruckend und im Jahr 2022 machten kriminelle Aktivitäten weniger als 1% des gesamten
Krypto-Transaktionsvolumen aus.

Mythos 02:
Kryptowährung ist komplett unreguliert

Insbesondere in den letzten vier Jahren haben wir beobachtet, dass mehrere Länder große Fortschritte machen in Bezug auf Regulierungen für Kryptowährung.

Diese Vorschriften decken unterschiedliche Themen wie zum Beispiel
Geldwäschebekämpfung, Verbraucherschutz, Marktverhalten und
Aufsichtsanforderungen.

Hier folgen ein paar Beispiele:

  • In den USA sind Kryptounternehmen, die als Finanzdienstleistungs-unternehmen (Money Services Business, MSB) gelten, zur Einhaltung der Vorschriften zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung (AML/CFT) gezwungen. Das bedeutet, dass eine breite Palette von Kryptounternehmen, wie z.B. Börsen, Geldautomaten, Broker, Verwahrungsanbieter und andere, sich als MSBs bei der Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN) registrieren und sogenannte AML/CFT-Programme implementieren müssen.
  • Im Jahr 2022 haben die Vereinigten Arabaischen Emirate (VAE) ihre Virtual Asset Regulatory Authority (VARA) ins Leben gerufen. Eine
    Regierungsbehörde, die sich der Kryptoregulierung widmet. VARA hat
    seitdem eine umfassende Reihe von Vorschriften und Regelwerken
    eingeführt, die sieben Arten von Aktivitäten im Bereich virtueller
    Vermögenswerte abdecken.
  • Im April 2023 verabschiedete das EU-Parlament das erste umfassende Krypto-Gesetz “Märkte in Krypto-Assets (MiCA)”. Eine Gesetzgebung zur Regulierung digitaler Vermögenswerte.

Während in einigen Ländern immer noch Unsicherheit in Bezug auf
Kryptowährungen herrscht, zeigen diese Beispiele, dass sich der Markt, auf globaler Ebene, immer mehr in Richtung regulatorischer Klarheit bewegt.

Mythos 03:
Miners können die Eigenschaften von Bitcoin zu ihrem Vorteil verändern

Eine Blockchain ist eine unveränderliche Datenbank, die Transaktionen in einem öffentlichen Hauptbuch aufzeichnet.

Bitcoin und nachfolgende Blockchains sind so konzipiert, dass sie dezentral und sicher sind, so dass das Hauptbuch für alle Nutzer
stets synchronisiert ist und die Transaktionen der Nutzer widerspiegelt

Ein sogenannter 51%-Angriff stellt jedoch einen Fall dar, in dem eine Blockchain wie die von Bitcoin verändert werden kann.

Der Begriff „51%-Angriff“ bezieht sich auf einen Fall, in dem eine Person oder eine Gruppe mehr als die Hälfte der Hashing-Leistung einer Blockchain besitzt – also die gesamte Rechenleistung, die zum “minen” (Schürfen) des primären Vermögenswerts der Blockchain verwendet wird.

In diesem Fall, könnte der Angreifer, Miner daran hindern, Blöcke zu
vervollständigen und verhindern, dass neue Blöcke entstehen und aufgezeichnet werden, sowie die Reihenfolge ändern, in der neue Transaktionen verarbeitet werden. Der Angreifer könnte sogar noch nicht verarbeitete Transaktionen rückgängig machen, um die Münzen doppelt auszugeben.

Glücklicherweise sind 51%-Angriffe selten und haben noch nie auf einer großen Blockchain stattgefunden.

Vor Allem weil die Konsensmechanismen funktionieren wie vorgesehen.

Nehmen wir noch einmal Bitcoin als Beispiel: Bei Bitcoins Proof-of-Work-Konsensmechanismus (PoW) gilt, je weiter verbreitet Bitcoin ist, desto größer ist der Anreiz diese zu minen. Das bedeutet, dass es schwieriger und kostspieliger wird, das Hashing anzuhäufen, welches für einen solchen Angriff erforderlich ist.

Darüber hinaus würde es den wirtschaftlichen Interessen der meisten Miner zuwiderlaufen, einen 51%-Angriff durchzuführen, da dies das Vertrauen der Anleger in das kompromittierte Netzwerk zerstören würde.

Mythos 04:
Es gibt keine Möglichkeit, sich vor Hackerangriffen zu schützen

In den Anfängen des Internets galt die vorherrschende Weisheit, dass man niemals seine Kreditkartendaten auf einer Webseite eingeben sollte.

Doch dann kam die SSL-Verschlüsselungstechnologie und seriöse Zahlungsgateways, und dadurch begann sich der E-Commerce zu verbreiten.

Eine ähnliche Dynamik ist im Bereich der Kryptowährung zu sehen, wo Hacking ein Problem darstellt, aber im Laufe der Zeit, mit wachsender Technologie, gelöst wird.

In den Anfängen der Kryptowährung entwickelten sich zentralisierte Börsen zu einer beliebten Lösung für den Austausch und den Handel von Kryptowährungen. Doch Sicherheitsmängel führten zu großen Hackerangriffen wie zum Beispiel bei „Mt. Gox„.

In den Jahren danach, sind die zentralisierten Börsen immer mehr etabliert worden, da sie stetig ihre Sicherheitsrisiken minimiert haben und dadurch weniger Hackerangriffen ausgesetzt sind.

Jetzt hat sich das Hacking-Problem auf die Spitze der Kryptowährung verlagert:
DeFi bzw. dezentrale Finanzierung.

Der Kriminalitätsbericht 2023 von Chainanalysis ergab, dass sich die meisten Hacking-Vorfälle im vergangenen Jahr mit dezentralen
Netzwerk-Finanzprotokollen (DeFi) ereigneten.

Das Fazit lautet:

Neue Technologien stehen in ihrer Anfangszeit oft vor
Sicherheitsherausforderungen. Aber mit zunehmender Akzeptanz lernen die Branchenteilnehmer voneinander und von Vorfällen und verbessern zunehmend ihre Sicherheitsvorkehrungen.

Mythos 05:
Es gibt keine Möglichkeit, Kriminelle daran zu hindern, Kryptowährung zu verwenden

Krypto-Börsen unterliegen denselben KYC- und AML-Regeln wie Banken.
Blockchain-Analysetools sind der Schlüssel, um Krypto-Organisationen dabei zu helfen, diese Regeln einzuhalten, da sie Transaktionsüberwachungsdienste und Tools zur Verfolgung der Bewegung illegaler Waren bereitstellt.

Der Einsatz dieser Tools durch die Strafverfolgungsbehörden hat bereits zu mehreren erfolgreichen Ermittlungen gegen Kriminelle in Bezug auf Missbrauch von Kryptowährungen geführt.

Hier ein paar Beispiele:

  • Im Jahr 2019 unterstützte Chainalysis die Strafverfolgung bei der Aufklärung der weltweit größten Materialseite für Kindermissbrauch, “Welcome to Video”. Chainanlysis Reactor, IRS-Criminal Investigations (IRS-CI), Homeland Security Investigations (HSI) und andere Behörden, analysierten Blockchain-Transaktionen und fanden die Eigentümer, die Mitwirkenden und die Benutzer der Webseite.
  • Im Jahr 2022 beschlagnahmte die US-Regierung, im Zusammenhang mit dem Bitfinex Hack aus dem Jahr 2016, Kryptowährungen im Wert von 3,6 Milliarden US Dollar – die größte Vermögenswiederherstellung in der Geschichte der Strafverfolgung. Im selben Jahr wurden bei einem weiteren prominenten Fall, der Ronin-Bridge-Hack von Axie Infinity, Kryptowährungen im Wert von mehr als 30 Millionen US Dollar beschlagnahmt.

Dies sind nur Zwei Beispiele von vielen. Für weitere Beispiele können Sie unseren Artikel “Kryptobetrug: Die 10 größten Krypto Betrugsfälle” lesen.

Wie Sie allerdings anhand dieser Beispiele erkennen können, sind Regierungen bei der Bekämpfung kryptobasierter Kriminalität nicht auf den Kopf gefallen.

Ihre Fähigkeiten, gestohlene Kryptowährung, die für illegale Zwecke verwendet werden, wiederzuerlangen, entwickeln sich stetig weiter – und die Ergebnisse sprechen für sich.

Verdacht auf Betrug mit Kryptowährung?

Haben Sie den Verdacht Opfer eines Kryptobetrugs mit zum Beispiel Bitcoin geworden zu sein?

Dann verlieren Sie keine Zeit und nehmen umgehend Kontakt zu uns auf.

Wir, die MFP – Manufaktur für Problemlösungen, sind Experten in der
Identifizierung, Verfolgung und Wiederherstellung digitaler Vermögenswerte.

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